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Das Geschenk der Hl. Drei Narren


M.K. Krüppel :"Hl Narren an der Krippe": Öl auf Holz, 60x50, 2012

Als die drei Könige den Stern gesehen hatten, zogen sie mit ihrem Gefolge los und erreichten nach vielen Tagen Betlehem. Der Stern war über einem Stall stehen geblieben. Und darin fanden sie ein erschöpft aussehendes Paar mit seinem neugeborene Kind. Die Gefolgsleute standen draußen, nur die Hofnarren lugten durch die Stalltür. Sie beobachteten die gutmütigen Tiere, die etwas verlegenen Eltern und das kleine Kind, das angefangen hatte zu weinen. Die Narren wussten nicht, was sie machen sollten. Da knieten ihre Herren im schmutzigen Stroh und beschenkten ein armes Kleinkind. Das Kind aber weinte und ließ sich auch von der Mutter nicht trösten.

Plötzlich wussten die Narren, was zu tun war. Sie gingen in den Stall, schlugen Rad, jonglierten mit Bällen, hüpften mit lustigen Gebärden um die Krippe herum und machten überhaupt allerlei Faxen. Die Könige mussten lachen. Der Vater musste Lachen. Und die Mutter schaute die Narren so voller Dankbarkeit an, dass die es nie vergessen würden.

Das Kind hörte auf zu weinen. Es war zwar gerade erst geboren, doch es blickte die Narren mit klaren, wachen Augen an. Da wussten auch die Spaßmacher :

Dieses Kind war heilig. Die fielen auf die Knie, hörten aber nicht auf, Grimassen zu schneiden, bis alle von Heiterkeit erfüllt waren. Und die Augen des Kindes leuchteten so sehr, dass der ganze Raum in einem warmen Licht erstrahlte.

Die Könige wurden später die Heiligen Drei Könige genannt. Ihre Hofnarren haben dem Jesuskind zwar nicht Gold, Weihrauch und Myrrhe geschenkt. Ihr Geschenk, das Geschenk der heiligen drei Narren , war die Freude.

Legende aus Schweden

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