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Psalm 23 - mal ganz neu, aber irgendwie genau so...


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eingezeltet in Gnade

oder

warum ich die neuübersetzung des Psalm 23 so mag

in diesen unsicheren zeiten

die mehr fragen als antworten bieten

(als wenn die zeiten jemals sicher gewesen wären

ist leben nicht immer von begrenzter endlichkeit

doch wie gerne wiege ich mich sanft

in angenehm einlullender sicherheitshut

weil alles gut läuft

weil nichts weh tut

weil ich mehr als mein auskommen habe

und in mir und um mich herum

staunenswert reichlich friede und wohlergehen

schon von so langer dauer ist)

in diesen unsicheren zeiten also

die geprägt sind

nicht nur von corona

sondern ebenso

und immer noch und immer immer wieder

von überheblichkeit und niedertracht

in unseren herzen und köpfen

aus verborgener tiefsitzender angst

ich käme zu kurz oder genügte nicht

diese angst die sich kanäle sucht

und machtvoll ins gegenüber entlädt

oder schleichend einnistet mittendrin

in diesen unsicheren zeiten

in der so viele die botschaft vom angebrochenen gottesreich

schmerzlich gleichgültig lässt

und gleichzeitig diese

nur auf die einzig vorgeschriebene weise

erzählt und gesungen werden darf

diese kostbare überlebensbotschaft

oft unheilig ins korsett gezwungen

das mancher nicht finden kann

obwohl doch immerzu suchend

umhertappend und tastend

in diesen unsicheren Zeiten

dennoch und trotz allem

und immer wieder neu

glauben und vertrauen

und darin nicht nachlassen

dass das göttliche geheimnis

in seiner unfassbarkeit doch nicht unnahbar ist

sondern aus den tiefen eines menschseins herausgetreten

durch den staub unserer welt geschritten

in liebender festverbundenheit mit dem vater

aus gemeinsamer überfülle verschwenderisch

aufrichtet belebt befreit entlastet und entfesselt

sich dabei selbst verplempert und verpulvert

und letztendlich den weg alles irdischen geht

um sich dann im morgengrauen

aus der leblosen todesasche emporzuschwingen

mitten hinein in lebendige schöpferische ewigkeit

und dennoch weiterhin ist in unserer welt

in mir und dir immerzu anwesend

in allem was ist und geschieht

in und durch alles hindurch

sich immer zu gebend und schenkend

und lieben immerzu

um das nicht zu vergessen und daraus zu leben

in diesen unsicheren Zeiten

wieder einmal und ab und an den psalm mitsingen

den dreiundzwanzigsten

der noch einmal ganz neu ins wort gebracht

auf wunderbare weise von patrick roth

in dem es heißt

wir alle und ich seien eingezeltet in gnade

dass muss man sich auf der zunge zergehen lassen

was für ein wortfarbenklang in allen zeilen

und was für ein unbedingtes vertrauen des psalmisten

in das gottesgeheimnis

das unfassbar großzügig und gütige

diese unglaublich machtvoll ohnmächtige liebe

der ich unbedingt vertrauen und glauben schenken

kann und darf und will und muss

denn was sonst sollte ich tun

wohin sonst sollte ich mich wenden

woraus sonst leben und leben gestalten

als aus dem bergenden weltengeheimnis

nichts und niemand ermöglicht

in diesen unsicheren und allen anderen zeiten

diesen unvergleichlichen trost

diese nicht klein zu kriegende hoffnung

diesen kraftvollgelassenen mut

nichts und niemand andere

als die heilig göttliche geistkraft jesu

(kw)

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